So beugen Sie Allergien gegen Haustiere vor

Allergien gegen Haustiere vorbeugen: Es geht um die Kontrolle von Proteinen in Hautschuppen und Speichel. Keine Methode garantiert vollständigen Schutz.

Sobald eine Person bereits sensibilisiert ist, lässt sich die Entwicklung einer Haustierallergie nicht mehr verhindern, aber Sie können die initiale Sensibilisierung bei manchen Kindern verhindern und die Symptome bei denen, die bereits betroffen sind, erheblich lindern. Der einzige Weg, eine allergische Reaktion bei einer sensibilisierten Person wirklich zu „verhindern", besteht darin, den Kontakt mit dem spezifischen Tierprotein zu vermeiden, das ihr Immunsystem auslöst.

Sensibilisierung bei Kindern vorbeugen

Der Zeitpunkt der Exposition ist wichtiger als die Tierart, wobei die Wissenschaft hier nuanciert ist und manchmal diskutiert wird. Einige Studien deuten darauf hin, dass eine frühe, regelmäßige Exposition gegenüber Haustieren im Säuglingsalter das Immunsystem trainieren kann, die Proteine zu tolerieren, während andere Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass eine frühe Exposition das Risiko entwickeln von Allergien bei genetisch vorbelasteten Kindern erhöhen könnte. Da die Beweislage gemischt ist, empfehlen große Gesundheitsorganisationen im Allgemeinen weder, ein Haustier ausschließlich zur Vorbeugung von Allergien anzuschaffen, noch empfehlen sie, ein bereits vorhandenes Haustier zu entfernen. Der sicherste Ansatz für Familien mit einer starken Allergiegeschichte ist es, vor der Anschaffung eines neuen Tieres einen Kinderarzt oder Allergologen zu konsultieren.

Den eigentlichen Allergen verstehen

Die meisten Menschen glauben, Katzen- oder Hundehaar sei der Übeltäter, aber das Haar selbst ist meist nur ein Träger. Die eigentlichen Allergene sind spezifische Proteine, die in den Hautschuppen (abgestorbene Hautschuppen), dem Speichel und dem Urin des Tieres zu finden sind. Wenn ein Hund sein Fell leckt, trocknet der Speichel und das Protein wird an den winzigen Hautschuppen in die Luft getragen. Deshalb ist der Begriff „hypoallergene Rasse" irreführend; alle Hunde und Katzen produzieren diese Proteine, obwohl die Menge und die spezifische Proteinart von Tier zu Tier variieren. Eine Rasse, die weniger haart, kann weniger Schuppenpartikel verbreiten, eliminiert aber nicht das Allergen.

Exposition im Haushalt reduzieren

Wenn eine Person bereits allergisch ist, verschiebt sich das Ziel von der Vorbeugung der Krankheit zur Vorbeugung der Reaktion durch strenge Umweltkontrolle. Der effektivste einzelne Schritt besteht darin, das Haustier aus dem Schlafzimmer fernzuhalten und so eine Zuflucht zu schaffen, in der die allergische Person ohne hohe Konzentrationen von Allergenen schlafen kann. Da Allergene an Stoffen haften und in der Luft verweilen, ist regelmäßiges Reinigen unerlässlich, muss aber korrekt durchgeführt werden. Die Verwendung eines Staubsaugers mit einem echten HEPA-Filter ist entscheidend; Standardstaubsauger blasen oft feine Schuppenpartikel zurück in die Luft und verschlimmern das Problem. Hochleistungs-Partikelfilter (HEPA) in Luftreinigern können helfen, diese schwebenden Partikel zu entfernen, beseitigen jedoch keine Allergene, die sich auf Oberflächen abgesetzt haben.

Pflege und Hygiene managen

Regelmäßige Pflege reduziert die Menge an Schuppen und Speichel im Fell des Tieres, was die Allergenbelastung im Haushalt direkt senkt. Allerdings ist die Person, die die Pflege vornimmt, oft diejenige, die die unmittelbarste Reaktion erleidet, da der Vorgang das Tier aufregt und große Mengen an Schuppen in die Luft freisetzt. Idealerweise sollte ein nicht-allergisches Familienmitglied das Baden und Bürsten übernehmen. Wenn die allergische Person dennoch teilnehmen muss, sollte sie eine hochwertige Maske tragen und sich nach dem Kontakt sofort die Hände waschen. Das Baden des Haustiers einmal pro Woche hat gezeigt, dass es die Allergenwerte im Fell reduziert, aber die Wirkung ist vorübergehend, da das Tier schnell neue Proteine produziert.

Wenn Vermeidung die einzige Option ist

Für manche Menschen reichen Umweltkontrollen und Medikamente nicht aus, um die Symptome zu bewältigen. In diesen Fällen ist die einzige Möglichkeit, eine allergische Reaktion zu verhindern, das Tier neu zu vermitteln. Es ist eine schwierige Entscheidung, aber das weitere Zusammenleben mit einem Tier, das schwere Atemwegsprobleme oder Hautreaktionen verursacht, kann zu chronischen Entzündungen und langfristigen gesundheitlichen Komplikationen führen. Eine Desensibilisierungstherapie, auch Immuntherapie genannt, ist eine medizinische Behandlung, die einigen Menschen helfen kann, im Laufe der Zeit eine Toleranz aufzubauen, erfordert jedoch ein Engagement über mehrere Jahre und funktioniert nicht bei jedem.

Zusammenfassung der Präventionsstrategien

Die Vorbeugung von Haustierallergien ist eine Frage des Zeitpunkts und des Expositionsmanagements. Für Familien, die ein Haustier in Betracht ziehen, kann eine frühe Exposition im Säuglingsalter einen gewissen Schutz bieten, ist aber nicht garantiert. Für diejenigen, die bereits allergisch sind, muss der Fokus darauf liegen, die spezifischen Proteine in der Umgebung durch HEPA-Filterung, strenge Schlafzimmverbote und regelmäßige Pflege durch nicht-allergische Personen zu reduzieren. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Symptome zu kontrollieren, bleibt die medizinische Intervention oder die Neuvermittlung des Tieres der notwendige Weg, um einen weiteren gesundheitlichen Verfall zu verhindern.

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