Australian Mist

Entdecken Sie den Australian Mist, eine einzigartig australische Rasse mit nebligem Fell, grünen Augen und einer vier Jahrzehnte langen Zuchtgeschichte.

Der Australian Mist ist eine mittelgroße, kurzhaarige Katze, die 1977 in Australien entwickelt wurde von Dr. Truda Straede, als Kreuzung aus Abessinier, Burmesen und kurzhaarigen Hauskatzen mit Fleckenzeichnung. Diese spezifische Kombination erzeugt ein einzigartiges Fell, das wie ein verblassender, nebliger Schleier über einer gefleckten oder marmorierten Tabby-Musterung aussieht, mit Augen, die immer grün sind.

Wie die Rasse geschaffen wurde

Die Rasse wurde 1977 aus einem Genpool von etwa 30 Grundkatzen etabliert. Dr. Straede zielte darauf ab, eine Katze mit spezifischen Färbungen zu schaffen: Schwarz, Blau, Schokolade und Lilac. Das charakteristische „neblige" Aussehen wurde erreicht, indem das Sepia-Punkt-Gen des Burmesen, das Tickings-Gen des Abessiniers und das gefleckte Tabby-Fell der kurzhaarigen Hauskatzen kombiniert wurden. Die erste Generation wurde im Mai 1980 in die experimentelle Kategorie des Royal Agricultural Society of New South Wales Cat Club aufgenommen. Bis April 1986 wurde die vierte Generation als „Spotted Mist" anerkannt.

Die Rasse erlebte 1997 eine bedeutende Änderung, als die marmorierte Variante akzeptiert wurde. Dies führte dazu, dass der Co-ordinating Cat Council of Australia und die Australian Cat Federation die Rasse einstimmig in Australian Mist umbenannten. Die Namensänderung spiegelte die neue Variante und die eigenständige Identität der Rasse wider.

Fellmuster und Farben

Das Fell ist das definierende Merkmal des Australian Mist und besteht aus drei distincten Aspekten: einer helleren Hintergrundfarbe, einem Tabby-Muster in der dunkelsten Grundfarbe und einem „nebligen Schleier", der durch zufälliges Ticking in den einfarbigen Bereichen entsteht. Dieses Ticking bricht die einfarbige Fläche auf und verleiht der Katze ein sandartiges Aussehen. Die Beine und der Schwanz sind ringförmig oder gebändert, und Gesicht und Hals weisen Farblinien auf. Es gibt zwei akzeptierte Mustertypen: das ursprüngliche gefleckte Fell mit symmetrischen Flecken und das marmorierte Fell mit gewellten Flecken und Streifen. Beide Varianten müssen das charakteristische „M"-Form auf der Stirn und einen ringförmigen Schwanz mit dunkler Spitze aufweisen.

Die Farbausprägung ist ein langsamer Prozess. Das charakteristische neblige Aussehen entwickelt sich möglicherweise erst vollständig, wenn die Katze mindestens zwei Jahre alt ist. Die Grundfarben beschränken sich auf eumelanistische Schattierungen: Schwarz, Blau, Schokolade, Lilac, Zimt, Fawn und Karamell. Phäomelanistische Farben sind in keiner Registrierung erlaubt. Die Unterseite des Körpers ist heller, was den nebligen Effekt verstärkt. Die zulässigen Muster für diese Grundfarben sind geflecktes oder geflecktes Tabby-Fell sowie Sepia-Punkt-Färbung.

Körperliche Erscheinung

Australian Mists sind mittelgroße Katzen mit einem runden, mittelgroßen Kopf und einer breiten Nase. Ihre Augen sind groß und grün, in Schattierungen von Chartreuse bis Aquamarin. Die Ohren sind moderat groß mit abgerundeten Spitzen. Das Fell ist kurz bis mittel lang und fühlt sich glatt und seidig an. Diese körperliche Struktur unterstützt die aktive und verspielte Natur der Rasse, die typisch für die abessinischen und burmesischen Vorfahren ist.

Anerkennung und Verbreitung

Die Rasse hat in mehreren großen Katzenregistrierungen den Meisterschaftsstatus erreicht. Sie erhielt den Meisterschaftsstatus beim New Zealand Cat Fancy am 1. Januar 1999. Die World Cat Federation akzeptierte die Rasse im August 2004. Die ersten Australian Mists wurden 2007 in das Vereinigte Königreich importiert. Der Governing Council of the Cat Fancy gewährte im Oktober 2011 eine vorläufige Anerkennung, gefolgt vom Meisterschaftsstatus im Februar 2017. Die International Cat Association verlieh am 1. Mai 2014 den Meisterschaftsstatus. Die Rasse wird jedoch noch nicht von der Fédération Internationale Féline anerkannt.

Wegen ihres neuartigen Status außerhalb Australiens befinden sich die meisten Zuchten innerhalb Australiens. Es gibt jedoch einige etablierte Zuchten im Vereinigten Königreich und in den USA, und Zuchtkatzen wurden auch nach Norwegen gesendet. Diese begrenzte Verbreitung macht die Rasse auf internationalen Ausstellungsrunden im Vergleich zu etablierteren Rassen relativ selten.

Gesundheitsaspekte

Die Zucht von Australian Mists beinhaltet das Screening auf spezifische genetische Bedingungen, um die Gesundheit der Population zu erhalten. Häufig gescreente Bedingungen umfassen Pyruvat-Kinase-Mangel, feline hypokalaemische Polymyopathie, neonatale Isoerythrolyse und progressive Netzhautatrophie. Verantwortungsvolle Zuchtpraktiken konzentrieren sich darauf, diese erblichen Probleme zu eliminieren, um die Langlebigkeit und das Wohlbefinden der Katzen zu gewährleisten.

Der Australian Mist ist eine eigenständige Rasse mit einer klaren genetischen Geschichte und spezifischen körperlichen Merkmalen. Ihre Entwicklung aus drei verschiedenen Katzentypen führte zu einem einzigartigen Fellmuster, das sie von anderen gefleckten oder getickten Rassen abhebt. Die Anerkennung der Rasse in großen Registern bestätigt ihre Stabilität und den Erfolg des von Dr. Straede initiierten Zuchtprogramms.

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