Bombay
Entdecken Sie die Bombay-Katze, eine seltene, einfarbig schwarze Rasse, die wie ein Miniatur-Panther gezüchtet wurde. Bekannt für kupferne Augen, muskulösen Körper und großen companionschaftsbedarf.
Die Bombay ist eine seltene, einfarbig schwarze Hauskatzenrasse, die gezüchtet wurde, um einem schwarzen Miniatur-Panther zu ähneln. Sie zeichnet sich durch ihr glänzendes Fell, kupfer-goldene Augen und ihren muskulösen Körperbau aus. Dieses spezifische Erscheinungsbild ist das Ergebnis jahrzehntelanger gezielter Zucht, vor allem in den USA, um eine Katze zu schaffen, die das Aussehen eines wilden Leoparden nachahmt, aber das Temperament eines Hauspet behält.
Zwei verschiedene Rassen tragen denselben Namen
Es gibt zwei verschiedene Varianten der Bombay, und sie sind genetisch unterschiedlich. Die US-Variante der Bombay wurde durch die Kreuzung von sable-amerikanischen Burmesen mit schwarzen amerikanischen Kurzhaarkatzen entwickelt, um eine Katze von überwiegend burmesischem Typ mit einem glatten, pantherartigen schwarzen Fell zu erzeugen. Die UK-Variante der Bombay hingegen ist eine einfarbig schwarze asiatische Selbstkatze, die eine Kreuzung zwischen europäischen Burmesen und Chinchilla-Persern ist. Sie entstand aus versehentlichen Fehlpaarungen und nicht aus einem gezielten Zuchtprogramm.
Geschichte einer gezielten Schöpfung
Die US-Rasse war das Ergebnis eines spezifischen Ziels, das von Nikki Horner aus Louisville, Kentucky, im Jahr 1958 gesetzt wurde. Ihr Ziel war es, eine Rasse zu schaffen, die wie ein Miniatur-Schwarzer Panther aussieht. Der erste Versuch scheiterte, aber der zweite Versuch im Jahr 1965 war erfolgreich. Die Rasse wurde 1970 offiziell von der Cat Fanciers' Association (CFA) und 1979 von der International Cat Association (TICA) anerkannt, was ihren Status als eigenständige Rasse festigte.
Das Erscheinungsbild ist streng definiert
Der Standard für eine Bombay ist rigoros: Die Katze muss von den Schnurrhaaren bis zur Haut einfarbig schwarz sein. Das Fell ist kurz, dicht und glänzend mit einem lackierten Schimmer, bis an die Wurzeln gefärbt ohne Ausbleichen, wobei bei Jungkatzen unter zwei Jahren gewisse Variationen erlaubt sind. Die Augen sind immer kupfer-golden, von hellem Orange bis zu warmem Gold; grüne Augen sind strikt ausgeschlossen. Der Körper ist ein mittelgroßer, orientalischer Typ, muskulös und anmutig, wobei Männchen typischerweise zwischen 3,5 und 5 kg wiegen und Weibchen zwischen 2,5 und 3,5 kg.
Das Temperament bevorzugt ständigen Kontakt
Bombay-Katzen sind sehr sozial und zeichnen sich durch eine starke Bindung an ihre Familien aus. Sie sehnen sich nach Aufmerksamkeit und sind durch diesen Bedarf an Interaktion geprägt, was sie zu hervorragenden Begleitern für Kinder macht. Sie fühlen sich als reine Hauskatzen glücklich und wohl und können in kleinen Räumen wie Einzimmerwohnungen gedeihen, sofern ihre sozialen Bedürfnisse erfüllt werden. Sie bevorzugen im Allgemeinen ruhige Umgebungen gegenüber chaotischen.
Seltenheit und gesundheitliche Aspekte
Die Bombay ist eine relativ seltene Rasse. Im Jahr 2023 wurden im gesamten asiatischen Verband in Großbritannien nur 160 Kätzchen dieser Rasse registriert. In den USA zeigen Daten der TICA eine durchschnittliche Anzahl von nur 32 Registrierungen pro Jahr zwischen 1979 und 2013. Gesundheitlich hat eine gesunde Bombay eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren, wobei einige bis zu 20 Jahre alt werden. Allerdings ist die Rasse anfällig für Nasen- und Sinusprobleme sowie Gingivitis. Besitzer müssen auch die Futteraufnahme kontrollieren, um Fettleibigkeit zu verhindern, da der Appetit dieser Rasse hoch sein kann.