Chartreux
Entdecke den Chartreux, die seltene französische Blaukatze mit dem Lächeln, der ruhigen Art und exzellenten Jagdinstinkten.
Der Chartreux ist eine seltene, große und muskulöse französische Katze mit einem blau-grauen Doppelhaar, kupferfarbenen Augen und einem charakteristischen „Lächeln". Obwohl sie hervorragende Jäger sind und im Allgemeinen gesund, sind sie dafür bekannt, sehr leise zu sein, machen selten Geräusche und bilden eine tiefe Bindung zu einer einzigen Person.
Körperliche Merkmale und das „Lächeln"
Diese Katzen werden als „cobby" eingestuft, was bedeutet, dass sie groß und muskulös sind mit relativ kurzen, feinbeinigen Gliedmaßen, aber dennoch über sehr schnelle Reflexe verfügen. Ihr Fell ist ein wasserabweisendes Kurzhaar-Doppelhaar, das oft eine leicht dicke Textur aufweist und häufig „Brüche" zeigt, die an Schaffell erinnern. Die Augen sind ein auffälliges Orange oder Kupfer, und die Kopfstruktur verfügt über eine zulaufende Schnauze, die der Katze das Aussehen eines Lächelns verleiht. Sie sind nicht nur dekorativ; historisch wurden sie von Bauern für ihre Jagdfähigkeiten geschätzt.
Wie das Namenssystem funktioniert
Jede im selben Jahr geborene Chartreux teilt sich einen offiziellen Namen, der mit demselben Buchstaben beginnt, ein System, das das Geburtsjahr kodiert. Diese Codebuchstaben rotieren jährlich durch das Alphabet, wobei die Buchstaben K, Q, W, X, Y und Z ausgelassen werden. Eine Chartreux, die 2021 geboren wurde, hätte beispielsweise einen offiziellen Namen, der mit dem Buchstaben S beginnt. Diese einzigartige Konvention stellt sicher, dass das Alter jeder registrierten Katze sofort anhand ihres Namens identifiziert werden kann.
Geschichte und fast vollständiges Aussterben
Die Geschichte der Rasse ist bereits in einem Gedicht von Joachim du Bellay aus dem Jahr 1558 dokumentiert, und sie erscheint in einem Gemälde von Jean-Baptiste Perronneau aus dem Jahr 1747. Während Legenden besagen, dass die Katzen von Kartäusermönchen oder Kreuzfahrern nach Frankreich gebracht wurden, bestritt der Prior der Grande Chartreuse 1972, dass die Klosterarchive die Verbindung zu den Mönchen unterstützen. Die Rasse erlebte während des Ersten Weltkriegs einen erheblichen Rückgang, und Wildpopulationen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen, außer vielleicht auf Belle-Île-en-Mer, wo die Schwestern Léger begannen, die besten Exemplare zu züchten. Ein konzertierter Einsatz europäischer Liebhaber rettete die Rasse, und die ersten Chartreux kamen 1971 in die USA. Die Cat Fanciers' Association verlieh der Rasse 1987 den Meisterschaftsstatus, obwohl es 2007 weniger als zwei Dutzend aktive Züchter in Nordamerika gab.
Temperament und Verhalten
Chartreux-Katzen sind bemerkenswert leise, miauen oder schreien selten, wobei einige Individuen völlig stumm sind. Sie sind hochintelligent und beobachtungsfreudig, wobei einige in der Lage sind, Radio-Ein/Aus-Schalter zu bedienen oder Gittertürschlösser zu öffnen. Sie brauchen etwa zwei Jahre, um das Erwachsenenalter zu erreichen, bleiben aber bis ins hohe Erwachsenenalter verspielt. Im Gegensatz zu vielen Katzen können einige dazu gebracht werden, kleine Gegenstände auf eine Art und Weise zu apportieren, die an Hunde erinnert. Sie sind nicht aggressiv, liebevoll und im Allgemeinen gute Reisende. Obwohl sie dem gesamten Haushalt gegenüber liebevoll sind, bilden sie typischerweise eine Bindung zu einer bestimmten Person, bleiben lieber in deren Nähe und folgen dieser bevorzugten Person oft von Raum zu Raum.
Kulturelle Bedeutung
Der Chartreux hat in der französischen Kultur und in den populären Medien bemerkenswerte Rollen gespielt. Das Maskottchen des Montreal International Jazz Festival ist eine blaue Chartreux namens 'Ste Cat'. Zu den berühmten Besitzern gehörten historisch die französische Schriftstellerin Colette, die eine Chartreux als Heldin ihrer Bücher featured, und der französische Präsident Charles de Gaulle, dessen Katze Gris-Gris ihn berühmt von Raum zu Raum folgte.