York Chocolate
Die York Chocolate ist eine seltene amerikanische Katzenrasse mit schokoladenbraunem Fell, die 1983 entwickelt wurde und heute wahrscheinlich ausgestorben oder extrem selten ist.
Die York Chocolate ist wahrscheinlich ausgestorben oder existiert nur noch in extrem geringen Stückzahlen (Stand 2026), wobei die letzte bekannte Zücherin ihr Programm 2016 einstellte. Diese seltene amerikanische Rasse, die 1983 gegründet wurde, zeichnet sich durch ein einfarbiges Schokoladen- oder Lilafell aus und hat eine Geschichte, die sie von der globalen Bühne verschwinden ließ.
Ursprünge auf einer New Yorker Milchfarm
Die Rasse entstand 1983 auf der Ziegenmilchfarm von Janet Chiefari in Grafton, New York, ausgehend von einer weiblichen Katze namens Brownie. Brownie war die Nachkomme einer schwarz-weiß getupften langhaarigen Hauskatze und einer einfarbig schwarzen langhaarigen Hauskatze. Chiefari bemerkte Ähnlichkeiten im Fell und im Körpertyp ihrer Katzen und initiierte ein gezieltes Zuchtprogramm. 1985 wurde Brownie mit ihrem Halbbruder und Sohn verpaart, was zu den ersten schokoladenfarbenen Kätzchen führte, die das Fundament der Rasse bildeten.
Die verdünnte Form der Fellfarbe, bekannt als Lilac, trat erstmals 1990 auf. Diese Variante wurde als ein satter, warmer Kakaoton beschrieben. Kätzchen wurden typischerweise in einem helleren Kakao- oder Schokoladenton geboren, wobei sich das Fell mit der Reife vertiefte und die volle Farbausprägung etwa im Alter von 12 bis 18 Monaten erreichte.
Registrierungsgeschichte und internationale Anerkennung
Der Weg der Rasse zur offiziellen Anerkennung war fragmentiert und von kurzer Dauer. Im März 1990 erkannte die Cat Fanciers' Federation (CFF) von New England die York Chocolate als eine „experimentelle" Rasse an und soll ihr im März 1992 den Meisterschaftsstatus verliehen haben. Ein Rassestandard wurde im Mai 1993 veröffentlicht. Die Canadian Cat Association (CCA) soll im März 1995 den Meisterschaftsstatus verliehen haben, doch bis März 2013 hatte die Organisation die Werbung für die Rasse eingestellt, und ihr Standard wurde 2020 als „ruhend" eingestuft.
Die World Cat Federation (WCF) in Deutschland erkannte die Rasse im August 2002 an, wobei ihr Standard von früheren Versionen abwich, wobei die meisten früheren Unterschiede heute verloren sind. Außerhalb der WCF wurde die Rasse bis 2026 von keiner anderen großen internationalen Katzenzuchtorganisation anerkannt. In Italien war die Rasse als „Il Gatto Cioccolato" bekannt, und die International York Chocolate Federation wurde 2003 gegründet, scheint aber seit 2004 ruhend zu sein.
Bevölkerungseinbruch und aktueller Status
Ihren Höhepunkt erreichte die Rasse 2005 mit etwa 60 existierenden York Chocolates. Der Rückgang war danach rasch. Das letzte York Chocolate-Kätzchen in Frankreich wurde 2010 geboren, wobei zwischen 2005 und 2010 nur 10 Kätzchen im Land registriert wurden. Es gibt keine Einträge der Rasse in der WCF Best Cat Datenbank, was darauf hindeutet, dass sie seit den 2010er Jahren nicht mehr an weltweiten Katzenausstellungen teilgenommen haben. Der letzte Schlag kam 2016, als Debbie Reber, die letzte verbleibende Zücherin, ihr Zuchtprogramm einstellte.
Stand 2026 ist unbekannt, ob noch unveränderte York Chocolate-Katzen am Leben sind. Falls die Rasse noch existiert, muss sie in extrem kleinen Stückzahlen vorhanden sein, was sie effektiv an den Rand des Aussterbens bringt.
Körperliche Merkmale und Rassestandard
Die York Chocolate ist eine mittelgroße bis große Katze mit einem länglichen Körper, einer kräftigen Knochenstruktur und fester Muskulatur. Der Rippenkorb und die Schultern sind nicht breiter als die Hüften. Die Beine sind lang und schlank, wobei die Hinterbeine etwas höher stehen als die Vorderbeine. Die Pfoten sind oval mit Büscheln zwischen den Zehen. Der Schwanz ist mittel- bis lang, an der Basis breit und verjüngt sich zu einer abgerundeten Spitze, vollständig mit fließendem Fell versehen.
Der Kopf ist mittelgroß, erscheint aber im Verhältnis zum Körper relativ klein und bildet eine modifizierte Keilform. Die Stirn ist leicht gerundet, und die Nase ist lang, gerade und gleichmäßig mittelmäßig breit mit einer leichten Einbuchtung auf Augenhöhe. Das Maul ist langgezogen und gut definiert, kann jedoch aufgrund ausgeprägter Schnurrhaarpolster etwas quadratisch wirken. Das Kinn ist fest und vertikal mit der Nase und der Oberlippe ausgerichtet.
Die Ohren sind groß, mäßig spitz, an der Basis breit und weit auseinander gesetzt, mit mindestens einer Ohrenbreite zwischen ihnen. Die Augen sind mittelgroß, oval und in einem leichten Schrägstand gesetzt, mit Farben von Gold und Haselnuss bis Grün. Das Fell ist halblang, fein und glänzend mit einer weichen, seidigen Textur und einem gut entwickelten, nicht wolligen Unterfell. Das Fell ist an den Schultern kürzer und wird zum Rücken hin allmählich länger.
Farbschläge und Fehler
Anerkannte Farbschläge umfassen einfarbig Schokolade und einfarbig Lilac sowie Zweifarben mit Weiß. Bei einfarbigen Katzen sollte das Fell bis zu den Wurzeln über den gesamten Körper gleichmäßig gefärbt sein, ohne Schattierungen, Rostflecken, weiße Streifen oder Tabby-Markierungen bei Erwachsenen. Geistermarkierungen sind bei Kätzchen bis zu einem Alter von zehn Monaten erlaubt. Ein weißes Medaillon oder ein weißer Fleck am Bauch bei einfarbigen Katzen stellt einen Fehler dar.