Bluetick Coonhound

Ein tiefer Einblick in den Bluetick Coonhound: seine Jagdgeschichte, spezifische Merkmale, seine Stimmfreudigkeit und die für die Rasse typischen Gesundheitsrisiken.

21 bis 27 Zoll groß an der Schulter, wobei Männchen 55 bis 80 Pfund und Weibchen 45 bis 65 Pfund wiegen. Dieser muskulöse, schnelle Körperbau verbirgt eine komplexe Geschichte französischer und englischer Hunde, einen stimmungsvollen Charakter, der Training erfordert, und eine spezifische Gesundheitsanfälligkeit, die als Coonhound-Paralyse bekannt ist.

Das Erscheinungsbild wird durch Ticking definiert, nicht nur durch Farbe

Der Name der Rasse leitet sich von der spezifischen Art ab, wie ihr Fell gemustert ist: schwarzes Ticking auf weißem Grund erzeugt die Illusion eines navyblauen Körpers. Dieses Ticking bedeckt den Rumpf und ist oft mit schwarzen Flecken auf dem Rücken, den Ohren und den Seiten durchsetzt, wobei Züchter jedoch generell mehr Blau als Schwarz am Körper bevorzugen. Schwarzes Fell sollte am Kopf und an den Ohren überwiegen, und eine getickte Strähne verläuft meist die Schnauze hinauf. Während einige Individuen braune Markierungen über den Augen, entlang der Schnauze, der Brust und der Beine aufweisen, sind andere strikt schwarz-weiß. Die Pfoten sind deutlich groß und rund mit gut gewölbten Zehen, oft größer als bei fast allen anderen Rassen, und die Hinterbeine weisen eine moderate Beugung an den Fersen auf. Es gibt auch eine größere Untergruppe, den American Blue Gascon Hound, bei dem Männchen mindestens 27 Zoll groß sind und bis zu 30 Zoll erreichen können, wobei sie eine „kältere" Nase und einen langsameren Spurlauf beibehalten.

Bellen ist ein Jagdwerkzeug, kein Ärgernis

Blueticks wurden gezüchtet, um zu bellen, ein tiefes Bellen, das Jägern signalisiert, dass die Beute auf einen Baum getrieben wurde. Das macht sie sehr stimmfreudig, und das „Stimmtraining" ist für Erstbesitzer oft eine einschüchternde Aufgabe. Wenn ein Bluetick einen Fremden mit einem Heulen begrüßt und ihn aufmerksam beschnuppert, ist das nicht unbedingt Aggression; es ist die Methode der Rasse, Informationen zu sammeln. Sie sind intelligente Problemlöser, die beim Training herausfordernd sein können und eine Vollzeitbeschäftigung oder Aktivität wie Jagd, Gehorsamkeit oder Agility benötigen, um glücklich zu bleiben. Ohne dieses Ventil können ihre hohe Energie und Intelligenz zu zerstörerischem Verhalten führen. Sie sind im Allgemeinen freundlich gegenüber Kindern und achten auf ihre Besitzer, sobald sie trainiert sind, aber ihr starker Geruchssinn bedeutet, dass Futter und Müll niemals unbeaufsichtigt bleiben dürfen.

Die Geschichte führt nach Louisiana und Frankreich zurück

Die Rasse entstand in Louisiana, entwickelt aus dem Grand Bleu de Gascogne-Hund aus Südwestfrankreich, gemischt mit dem Englischen Foxhound, Cur-Hunden, dem Amerikanischen Foxhound und dem Black and Tan Virginia Foxhound. Ursprünglich unter dem Englischen Foxhound und Coonhound registriert, wurde der Bluetick 1946 vom United Kennel Club als eigenständige Rasse anerkannt. Er wird auch vom Australian National Kennel Council und dem New Zealand Kennel Club anerkannt. Der American Kennel Club akzeptierte die Rasse im April 2009, wodurch sie im Dezember desselben Jahres für Coonhound-Veranstaltungen zugelassen wurden. Diese Anerkennung folgte der Trennung des Bluetick von den englischen Coonhound-Varietäten, eine Trennung, die in den mittleren 1940er Jahren stattfand.

Gesundheitsrisiken umfassen Lähmung und Hautallergien

Als eine Rasse, die häufig zur Jagd auf Waschbären eingesetzt wird, sind Blueticks anfällig für akute canine idiopathische Polyradikuloneuritis (ACIP), allgemein bekannt als Coonhound-Paralyse. Diese Erkrankung ist oft das Ergebnis des Kontakts mit dem Speichel eines Waschbären durch einen Kratzer oder Biss, obwohl nicht alle Fälle Waschbären betreffen. Die Krankheit verursacht einen fortschreitenden Muskelabbau der Beine, beginnend an den Hinterbeinen und sich nach vorne bewegend, und kann in schweren Fällen auch die Atemmuskulatur betreffen. Zusätzlich fand eine Studie mit 90.000 Patientenakten von Hunden heraus, dass Coonhounds zu atopischer Dermatitis und allergischer Dermatitis neigen, wobei 8,33 % der Rasse betroffen sind, verglichen mit nur 1,08 % der Mischlinge.

Sie sind nicht für jeden Haushalt geeignet

Obwohl sie bei frühzeitiger Sozialisierung hervorragende Familienhunde sein können, bedeutet ihr hoher Jagdtrieb, dass sie nicht für Haushalte mit kleinen Tieren wie Katzen empfohlen werden, es sei denn, sie werden zusammen aufgezogen. Sie treiben fast jedes Tier kleiner als sie selbst auf einen Baum, wenn sie dazu in der Lage sind. Ihre Intelligenz und Unabhängigkeit, die über Generationen der Jagd ohne ständige menschliche Befehle geschliffen wurden, bedeuten, dass sie einen Besitzer benötigen, der den Unterschied zwischen einem störrischen Hund und einem Hund mit einer Aufgabe zu erledigen versteht. Sie sind auf dem Feld im Allgemeinen einfacher zu handhaben als einige andere Coonhounds, aber dieselbe Unabhängigkeit führt zu einem Bedarf an konsequenter, erfahrener Handhabung zu Hause.

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