Deutsche Dogge

Entdecken Sie die Geschichte der Deutschen Dogge, ihre beeindruckenden Maße, Gesundheitsrisiken wie Magendrehung und die genetischen Besonderheiten ihrer Fellfarben.

Deutsche Doggen stehen mindestens 76 cm (30 Zoll) für Rüden und 71 cm (28 Zoll) für Hündinnen, mit einem Mindestgewicht von 54 kg (120 Pfund) für Rüden über 18 Monate. Diese massive Größe bringt spezifische biologische Einschränkungen mit sich, darunter eine kurze Lebensspanne und ein hohes Risiko für eine Magendilatation-Volvulus.

Größe und Konformationsstandards

Die Rasse ist ein riesiger Arbeitshund, der die Kraft eines Mastiffs mit der Eleganz eines Windhundes kombiniert, oft als der "Apollo der Hunde" bezeichnet. Die ideale Konformation ist quadratisch, was bedeutet, dass die Länge von der Schulter zum Hintern der Höhe an der Schulter entspricht. Sie bewegen sich mit einem langen Schritt und starker Antriebskraft und vermeiden trotz ihrer Masse jeden Anschein von Unbeholfenheit. Die größten lebenden Hunde sind typischerweise Deutsche Doggen; der aktuelle Rekordhalter, Zeus, stand vor seinem Tod im Jahr 2014 111,8 cm (44 Zoll) hoch an der Schulter.

Während der American Kennel Club kein Mindestgewicht mehr vorschreibt, geben die britische und die neuseeländische Kennel Clubs an, dass Rüden mindestens 54 kg und Hündinnen 45 kg wiegen müssen. Rüden sollten massiver wirken mit einem größeren Rahmen und einer schwereren Knochenstruktur als Hündinnen. Hunde, die unter die Mindesthöhe fallen, werden von Konformationsausstellungen disqualifiziert.

Von Jagdhunden zu Kammerbegleitern

Die Rasse entstand in Deutschland aus einer Mischung aus Mastiff- und Windhundtypen, die im 16. Jahrhundert aus England und Irland importiert wurden. Ursprünglich "Englische Docke" oder "Englische Tocke" genannt, wurden diese Hunde von der deutschen Aristokratie gezüchtet, um Bären, Wildschweine und Rehe zu jagen. Sie dienten als Fängerhunde, die großes Wild festhielten, bis der Jäger den tödlichen Schlag ausführen konnte. Als sich die Jagdbräuche mit der Einführung von Schusswaffen änderten, entwickelte sich die Rasse zu einem Luxusbegleiter, der oft in den Schlafgemächern von Fürsten schlief, um als Wache gegen Attentäter zu dienen.

Im Jahr 1878 benannte ein Berliner Ausschuss die "Englische Dogge" offiziell in "Deutsche Dogge" (deutscher Mastiff) um. Der englische Name "Great Dane" entstand später als Übersetzung des französischen "Grand Danois", obwohl die Rasse keine historische Verbindung zu Dänemark hat. In Deutschland bleibt der Name Deutsche Dogge, während die skandinavischen Sprachen die französische Aussprache übernahmen.

Fellfarben und genetische Besonderheiten

Deutsche Doggen haben sechs bis sieben showtaugliche Fellfarben, darunter Fawn, Brindle, Schwarz, Harlekin, Grau-Merle und Mantle. Das Fawn-Fell ist gelb-gold mit einer schwarzen Maske, während das Brindle ein keilförmiges gestreiftes Muster aus Fawn und Schwarz aufweist. Schwarze Felle sind glänzend, wobei weiße Abzeichen an der Brust oder an den Zehen als Fehler gelten. Harlekins zeigen eine reine weiße Grundfarbe mit unregelmäßigen schwarzen Flecken und vermeiden ein deckenartiges Aussehen.

Die Genetik spielt eine entscheidende Rolle für das Erscheinungsbild und die Gesundheit der Rasse. Die Harlekin-Farbe erfordert sowohl ein Merlen-Gen als auch ein Harlekin-Gen. Das Merlen-Gen ist unvollständig dominant; eine einzelne Kopie erzeugt die Farbe, aber zwei Kopien führen zu übermäßigen weißen Abzeichen und schweren Gesundheitsproblemen wie Taubheit oder Blindheit. Darüber hinaus ist die Homozygotie für das Harlekin-Gen im embryonalen Stadium tödlich. Grau-Merle-Doggen sind zwar in Konformationsausstellungen akzeptiert, aber weder erwünscht noch disqualifiziert, was bedeutet, dass sie nicht die höchste Bewertung erreichen können.

Gesundheitsrisiken und Lebensspanne

Deutsche Doggen haben einen schnellen Stoffwechsel und verbrauchen pro Pfund mehr Energie als kleinere Rassen, stehen aber vor erheblichen gesundheitlichen Herausforderungen. Die Magendrehung, oder Gastrische Dilatation-Volvulus (GDV), ist der größte Todesursache der Rasse. Um dieses Risiko zu mindern, sollten Besitzer eine Ruhephase von 40 Minuten bis einer Stunde nach den Mahlzeiten erzwingen, bevor sie Bewegung erlauben. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Rasse beträgt 10,6 Jahre, deutlich niedriger als die 12,7 Jahre für Reinrassige und 12 Jahre für Mischlinge.

Zu anderen häufigen Gesundheitsproblemen gehören die dilatierte Kardiomyopathie, die der Rasse oft den Spitznamen "die Herzensbrecher-Rasse" einbringt, und die Wobbler-Krankheit, die die Wirbelsäule betrifft. Schnelles Wachstum kann dazu führen, dass Wirbel das Rückenmark komprimieren, was zu Bein schwäche führt. Hüftdysplasie ist aufgrund ihrer großen Größe ebenfalls ein besonderes Risiko für die Rasse.

Ohr und Pflege

Deutsche Doggen haben von Natur aus hängende, dreieckige Ohren. Historisch wurde das Ohrenschneiden durchgeführt, um Verletzungen während der Wildschweinjagd zu verhindern, aber heute wird es hauptsächlich aus kosmetischen oder traditionellen Gründen vorgenommen. In den 1930er Jahren wurden "Osterhüte" postoperativ verwendet, um zu helfen, dass die Ohren aufstehen. Während dies in den Vereinigten Staaten üblich ist, ist die Praxis im Vereinigten Königreich, Irland, Dänemark, Deutschland und Teilen von Australien und Neuseeland verboten oder auf Tierärzte beschränkt.

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